Stationäres Wohnen

Die von Ihnen betreute Person benötigt aktuell und längerfristig stationäre Unterstützung im Wohnen aufgrund ihrer psychischen Erkrankung und eine pädagogische, soziale und medizinische Begleitung, dann sind Sie hier richtig:

Unser Angebot

Mit einem multidisziplinären Team aus Sozialpädagogen, Gesundheits- und Krankenpflegern und weiteren pädagogischen Fachkräften findet eine sozialpsychiatrische, personenzentrierte Betreuung statt, ausgehend vom jeweiligen individuellen Hilfebedarf. Hierzu gehören

  • Einzelgespräche,
  • die Bewältigung der Erkrankung
  • das Heranführen an eine eigenständige Medikamenteneinnahme
  • sowie Unterstützungen für eine gesundheitsfördernde Lebensweise.

Es werden realistische Wohn- und Lebensbedingungen abgebildet. Das Wohnangebot erfolgt durchgängig in modern ausgestatteten Einzelzimmern in Wohngruppen. Alle Häuser bzw. Wohnungen liegen überwiegend zentrumsnah im Stadtbusbereich. Der Aufenthalt und die Betreuung im stationären Wohnen erfolgt auf Grundlage von Eingliederungshilfe nach SGB XII. Die Kosten für die Leistungen übernimmt in der Regel der örtlich zuständige Träger der Sozialhilfe.

 

Zielgruppe

Die betreute Person sollte volljährig sein und gegebenenfalls längerfristig stationäre Rahmenbedingungen benötigen.

Folgende Hilfen werden beim Stationären Wohnen angeboten:

  • Die sozialpädagogischen Fachkräfte leisten psychosoziale Beratung, unterstützen bei Behördenkontakten sowie bei persönlichen und finanziellen Problemen oder halten Verbindung zu Angehörigen. Als Bezugspersonen arbeiten unsere Fachkräfte mit ressourcen-orientierten Methoden, die soziale Benachteiligungen mildern, einen stimmigen Umgang mit der Realität sowie gesellschaftliche Dazugehörigkeit fördern sollen und begleiten bei krisenhaftem Geschehen oder Konflikten.
  • Die Durchführung ärztlicher Verordnungen und pflegerischer Maßnahmen, Koordination mit Fach- und Hausärzten, das Richten und die Vergabe der Medikation sowie die Organisation der regelmäßig stattfindenden Sprechstunde mit einem Psychiater erfolgen durch Gesundheits- und Krankenpfleger.
  • Neben der Einzelarbeit werden bei vorliegender Indikation spezielle Therapieprogramme, begleitende Maßnahmen, Bewegungsaktivitäten und Gruppenangebote durchgeführt.
  • In den Wohngruppen erfolgt die Begleitung und Förderung bei der Bewältigung von Alltagsanforderungen in den späten Nachmittags- und Abendstunden sowie an Wochenenden. Zielsetzung ist dabei eine möglichst weitgehende Befähigung und Verselbständigung sowie die Vermittlung von lebenspraktischen Kompetenzen.
  • Gemeinsam werden Freizeitaktivitäten wie Spaziergänge, Schwimmen, Ausflüge oder Urlaubsfahrten gestaltet, mit Intention, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzuhaben.
  • Die Tagestrukturierung wird überwiegend im Rahmen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung erbracht. Für Menschen, die dieses Angebot aus Altersgründen oder wegen fortschreitender Krankheitsentwicklung nicht mehr wahrnehmen können, wird eine andere Form der Tagesstrukturierung angeboten.
  • Nachts und am Wochenende ist bei krisenhaftem Geschehen oder in Notsituationen durchgängig ein Bereitschaftsdienst mit Fachkräften erreichbar.